Es sind zwei Plätze am Tisch frei…

Es sind zwei Plätze am Tisch frei…

Ende Oktober werden zwei Zimmer im ersten Stock unseres kleinen Hausprojekts im Süden Hamburgs frei. Gesucht werden zwei Menschen mit Lust auf gemeinschaftliches Wohnen.

Wir freuen uns auf Mitbewohner*innen mit einem Sinn für linke Politik und Feminismus. Wir sind aufgeschlossen gegenüber diversen Lebensentwürfen und wollen in einer offenen Wohnkultur unsere Wohngemeinschaft miteinander gestalten. Im Hausprojekt ist gemeinsame Zeit aber auch alleine sein möglich. Koch- und Filmabende oder zusammen im Garten Grillen sind genauso machbar, wie im eigenen Zimmer die Ruhe zu genießen.

Jede der drei Wohnungen im Haus umfasst zwei Zimmer, eine Küche und ein Bad. Ein gemeinsames Wohnzimmer für alle Mitbewohner*innen (und Katzen) des Hauses befindet sich wie die freien Zimmer auch auf der ersten Etage. Der zweite Gemeinschaftsraum ist der große schöne Garten und lädt zum aktiven Mitgestalten ein. Kellerräume für Lagerung und zum Handwerken sind vorhanden.

Im Haus wohnen in den zwei weiteren Wohnungen zur Zeit drei Menschen und zwei Kater. Weitere Tiere sind erst mal nicht möglich. Ihr könnt euch gerne zu zweit oder alleine melden. Wir suchen zwei Mitbewohner*innen, die sich bewusst für das Zusammenwohnen entscheiden.

karina.isenbeck@gmail.com

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Sommerende

Sommerende

Was war das denn bitte für ein geiler Sommer?

Heute ist der 13. Oktober, 22 Uhr, und während ich das hier schreibe sind draußen noch immer 20 Grad. Dieser Sommer hat alle letzten Sommer entschädigt. Wir hatten zwar auch Wassermangel, braune Parks & meine Zucchini ist vertrocknet, aber dafür gab es auch Tomaten ohne Ende, Mirabellen- und Wallnussfluten und einen hoffentlich aufgefüllten Vitamin-D-Speicher für den Winter. So viele Sonnenstunden gab es schon lange nicht mehr. Durchgehendes Badewetter und der trotz der Dürre geplagte Garten waren einfach ein großartiges Geschenk für meine Lebensqualität in den letzten vier Monaten. Herzlichen Dank ans Universum!

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Wir haben zudem mehrere Neueinzüge zu vermelden. Neben Jonas, der ganz ohne Vorstellungsgespräch einziehen durfte & gerade anfängt die Welt zu erkunden, sind im Erdgeschoss seit Ende Juni tatsächlich zwei Kater zu Hause. Ab sofort versuchen Kalle & Ole sich ein eigenes Revier in den Gärten zu erkämpfen. Und unterm Dach wohnen nun Mareike & David. Nach verschiedensten Renovierungsarbeiten (Wände, Boden, Küchentür, Stromleitungen) konnten die beiden Ende September in die Tribüne einziehen. Das Haus ist wunderbar voll!

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Und schon gibt es eine schlechte Nachricht: Es wird wieder leerer. Die Mitte wird frei. Ines, Michael, Jonas und auch Cleo werden Ende Oktober ausziehen. Das ist furchtbar schade, aber auch nur eine logische Folge des Zuwachses. Dies bedeutet jedoch, dass wir wieder auf der Suche nach Mitbewohner*innen sind. Es folgt im nächsten Beitrag die Ausschreibung. Bis dahin liebste spätsommerliche, aber eigentlich herbstliche Grüße!

Was weg muss, muss weg!

Was weg muss, muss weg!

Das Gewächshaus ist gefallen. Die verschiedensten Stürme hatten sich an ihm schon ausgetobt. Nun haben wir ihm den Rest gegeben. Es bleibt eine offene Ecke im Garten & ein Haufen Müll. Der beginnende Zerfall ist bereits am Dach im letzten Jahr erkennbar gewesen.

Ja, ähm, und dann haben wir zugeschlagen. Die Fensterelemente habe ich den Winter durch eingesammelt & direkt entsorgt. Im Frühling hat Michael das ehemalige Haus dann innerhalb einer halben Stunde fachgerecht zerkleinert und es war weg.

Was blieb, war Platz für Kürbis & Zucchini und ein Gedenken an meinen Opa. ❤

Zwei Jahre.

Zwei Jahre.

Es ist bereits zwei Jahre her, dass ich hier gestartet bin. Verrückt! Und auch nach einem Jahr wirkte auf mich noch vieles absurd, aber inzwischen erscheint das meiste als normal bzw. alltäglich. Anderes bleibt aber total surreal- zum Beispiel eine neue Heizung zu kaufen. Die alte ist kaputt und das grenzt an eine ja – eher mittelschwere Katastrophe.

Nun gut, man wächst ja mit den Problemen, auch mit den mittelschweren. Das soll aber für dieses Jubiläum reichen. Ich geh mal im Garten nach Gold graben – oder ich stoße auf eine Wasserquelle, das würde uns fürs erste auch weiter helfen.

Ich wünsche Euch allen einen wunderbaren Sommer! Bis nächste Woche.

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Türen

Türen

Die Türen – wieder ein Recycling-Projekt. Die Idee dahinter war die alten Türen auszutauschen, da sie einen kleinen Nikotinschaden hatten und auch nicht besonders schön waren. Die Türen in dunkler Eiche(?)-Rustikal waren mal wieder ein Spende von meiner Schwester. Nun lagerten die neuen alten Türen ziemlich lange in der Garage und danach in der Wohnung unten, bevor ich was mit ihnen angefangen habe. Erster Schritt: Alte Türen entfernen. Zweiter Schritt: Neue Türen schleifen & lackieren. Dritte Schritt: Einbauen.

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#4 Türzargen lackieren. Das soll man erst machen, wenn die Zarge eingebaut ist, da sie dabei sonst zerkratzen könnte. Nun sind die dunklen Zargen aber erstmal eingebaut & ich denke diese Kombination aus weißer Tür & dunkler Zarge könnte mein Provisorium werden, welches unter Umständen erst einmal so bleiben wird. Meine Motivation für Schleifen ist auch einfach so so so gering…

La salle de bains – Das Badezimmer

La salle de bains – Das Badezimmer

Im September letzten Jahres fing das Bad an zu wachsen. Damals sollte alles viel schneller gehen – aber manchmal kommt es anders als man plant. Die Umsetzung der Träume in die Realität können manchmal echt schwierig sein. Es begann zunächst mit der Vergrößerung des Badezimmers, indem die Wand zur ehemaligen Küche eingerissen wurde. Nachzulesen hier. Wie das so war und wie das überhaupt geht, kann man hier lesen. Immer wieder galt das Bad als die problematische Stelle in dem Renovierungsgeschehen. Der Abriss hat einfach sehr aufgehalten. Hier ist weiter mehr dazu geschrieben & es fehlen sogar noch die Bodenbilder.

 

Links wurden die Bodenplatten samt Fliesen von meinem Vater mit Hilfe von Hammern, Meißeln und Stemmeisen vorsichtig entfernt. Es tauchten die wunderbaren Dielen auf, die bis auf ein Loch völlig in Ordnung waren. Der Boden hat nach einer intensiven Schrubb-Erfahrung eine sehr schöne Patina, die erstmal so bleiben soll. Außerdem habe ich einfach keine Lust auf Schleifen.

Die nächste Baustelle war die neue Wand, um eine kleine Kammer als Abstellraum vom alten Bad abzutrennen. Die alte Badezimmertür wurde zum Kammereingang. Ich habe an zwei Wochenenden eine Wand aus Holz und zwei Glasscheiben gebaut. Die basiert auf einem Ständerwerk aus Kanthölzern, an welches Bodenplatten aus dem Wohnzimmer aus dem OG geschraubt wurden. Wiederverwendung 2.0! Die Scheiben wurden mit Montagekleber und Leisten passgenau eingebaut. Die Wand hält so einiges aus! Während des Baues habe ich mich immer mal zum Testen an die Kanthölzer gehängt oder versucht die Wand weg zudrücken. Aber ohne Erfolg – die hält!

 

Nachdem also der Abriss abgeschlossen & die neue Wand errichtet war, konnten die Handwerker loslegen – sie bauten mir eine super Vorwand mit allen neuen Zu-/Abflüssen. Daraufhin musste ich mich entscheiden, welche Fliesen ich wie verlegen will. Die wunderbaren Fliesen habe ich als Restposten in meinem Baumarkt des Vertrauens für wenig Geld erworben und bin immer noch jeden Tag sehr zufrieden mit meiner Auswahl.

 

Letztendlich gewann die Verlegeart „Wilder Verband“. Man fängt in einer Ecke mit dem fliesen an und nimmt den abgeschnittenen Rest am Ende wieder für den Start in der nächsten Reihe. Danke an Timm & Gina für ihr Unterstützung. Ohne die Expertise meines Bruders hätte ich das nicht gekonnt. Ich habe mich dann noch kreativ an einem Mosaik ausgetobt & dann alles in grau verfugt. Mit zwei Holzplatten hatte ich perfekte Abschlüsse für die Oberflächen gefunden.

 

Die neue Wand bekam noch eine alte neue Tapetenverkleidung und Rike & ich bauten Waschbecken, Klo, Armaturen und Spültaste an. Die Entscheidung für einen Wasserhahn bzw. für die Spültaste war übrigens mal wieder eher schwierig & daher langwieriger als geplant. Ich habe beides übers Internet bestellen müssen, weil mir im Baumarkt diesmal nichts gefiel, bzw. ansatzweise bezahlbar war. Das Klo kam & blieb in dem Bad, aber das Waschbecken ist auch wieder recycelt. Es stammt aus dem Haus meiner Schwester & deren Freund – etwa aus den 50ern. Ich finde das Blau einfach nur wunderschön. Durch Spiegel, Wandhalterungen, einer neuen Klobrille und Pflanzen wurde der Raum zum zweit schönsten der Wohnung – gleich nach der Küche.

 

Hier noch eine Hommage an die Strickkünste meiner Mutter & für einen Vergleich der Holzböden der anderen Zimmer mit dem im Bad, bzw, von geschliffen & nur gesäubert.

 

Die Küche

Die Küche

Diese Woche beschreibe ich die Entwicklungen in der Küche etwas genauer. Alles begann letztes Jahr im Herbst mit der Bodenarbeit. Die Wände waren schon „mit ohne“ Tapeten und vom Vormieter weiß gestrichen. Der Raum war vor 20 Jahren bereits die Küche und auch mein Vater hatte damals den Boden abgeschliffen & lackiert. Daher war es in diesem Raum nicht allzu anstrengend den alten bereits dünn gewordenen Klarlack ab zu bekommen.

Danach mussten die Leitungen (Frisch-/Abwasser) von den Profis verlegt werden. Dank dem Keller unter der Wohnung war dies weitestgehend unproblematisch. Dann kam die Elektrik dran, die ich mit meinem Vater zusammen verlegt habe. An einer völlig weißen Wand musste ich mir also zunächst überlegen wo ich in Zukunft was wann an den Strom anstecken möchte. Das war gar nicht so einfach! Wir haben Steckdosen von einer Seite auf die andere verlegt, verdreifacht, aus einem Lichtschalter noch eine Steckdose gezaubert, die Herdleitung von nebenan (wieder durch den Keller) auf die richtige Seite gelegt und den Herd angeschlossen. Zum Schluss wurde noch eine Aufputzsteckdose für Dunstabzugshaube und Licht installiert. Dann lagen alle Leitungen fertig an den richtigen Orten und die Möbel konnten aufgebaut werden.

Die Küche (Ikea FAKTUM) war ein Schnapper bei Ebay kleinanzeigen und wurde bereits seit Herbst in der Garage & im Keller gelagert. Erst Ende Januar konnte sie in die Wohnung einziehen. Mit Hilfe einer Metallleiste und dicken Dübeln aus dem Baumarkt konnten die Hängeschränke dann doch an die sehr poröse Schlackewand angeschraubt werden. Da die Wand sehr dünn ist, hatte ich fast schon mit Hängeschränken abgeschlossen und mir ein einfaches langes Regalbrett vorgestellt. Die Schränke ermöglichen aber doch weit mehr Stauraum als ein Regalbrett.

Das Spülbecken habe ich dann trotz zu großem Ausschnitt in die neue Arbeitsplatte eingebaut (geölte Akazie). Der Trick sind Leisten. Ich liebe Leisten! Die ehemals L-förmige Küche wurde dank der Kreativität von Linda und der neuen Küchenserie von Ikea (METOD) zu einer geraden Küchenzeile umgebaut. Die Baulücken konnten durch zwei Schubladen und einem kleinen offenem Schrank (rechts) erfolgreich geschlossen werden und fügen sich ganz gut ins Gesamtbild ein. Damit ist bewiesen, dass sich FAKTUM sehr wohl mit METOD kombinieren lässt – gegen aller Meinungen von Mitarbeitenden bei Ikea.

So wuchs das ehemalige Büro zu einer Küche heran. Durch ein Sofa, dem großen Tisch und dem passendem Buffetschrank ist sie eine richtig schöne und gemütliche Wohnküche geworden. Mein Lieblingsraum in der Wohnung!

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